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Schon während seines Studiums des Lehramts Sonderpädagogik an der Universität zu Köln begann Dr. Bröcher seine pädagogische Tätigkeit mit der Leitung von inklusiven deutsch-französisch-polnischen Sommercamps für Jugendliche mit und ohne Handicap (erew-Akademie, Viersen), der Mitarbeit als Art Counselor im internationalen Sommerworkshop der High/Scope Educational Research Foundation, Ypsilanti/ Michigan (Professor Dr. David Weikart) und der Mit-Begründung und Co-Leitung der Universitären Sommercamps für Kinder und Jugendliche mit hoher Lernmotivation, in Kooperation mit Professor Dr. Karl-J. Kluge, Universität zu Köln. Die Dissertation „Kreative Intelligenz und Lernen“ basiert auf dieser, auf eine ganzheitliche Persönlichkeitsbildung ausgerichteten, pädagogischen Arbeit.

Nach diesen frühen Kölner Jahren ging Dr. Bröcher ins Düsseldorfer Studienseminar und in den Nordrhein-Westfälischen Schuldienst. Er engagierte sich 19 Jahre in der schulischen Praxis, an Förderschulen mit den Schwerpunkten emotionale und soziale Entwicklung sowie Lernen, als Lehrer, Konrektor und Schulleiter, ebenso als Inklusionspädagoge an Grund– und Sekundarschulen. Parallel lehrte Dr. Bröcher an der Justus-Liebig-Universität Gießen als Vertretungsprofessor, an der Universität zu Köln als Privatdozent, an der Universität Hamburg, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und an der Ludwig-Maximilians-Universität München als Lehrbeauftragter, mit dem Schwerpunkt einer „Lebensweltorientierten Pädagogik und Didaktik“ im Förderschwerpunkt der emotionalen und sozialen Entwicklung.

Die Habilitation erfolgte berufsgleitend. Dr. Bröcher rekonstruierte die Lebenswelten und Lebensthemen von Kindern und Jugendlichen mit einer erschwerten emotionalen und sozialen Entwicklung auf der Basis ihrer Bildgestaltungen, in Kooperation mit Professor Dr. Hans-Günther Richter, Universität zu Köln. Die Ergebnisse dieser Forschung („Bilder einer zerrissenen Welt“) wurden mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Universitätsverlag Winter Heidelberg publiziert. In diesen Jahren entstanden zahlreiche Arbeiten zur ästhetischen Bildung, im Schnittfeld von emotionaler und sozialer Entwicklungsförderung und spezialisierter wie inklusiver Beschulung.

Ergänzende Handlungsfelder während dieser Jahre des Schuldienstes in Nordrhein-Westfalen waren — nach eigener, längerfristiger und zertifizierter Weiterbildung auf den Gebieten Führung und Coaching (Coatrain Hamburg) — das Durchführen von Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer sowie die Begleitung von Schulen auf dem Gebiet der Entwicklung von Schulprogramm und Schulkultur.

2008 berief ihn Sachsen-Anhalts Kultusminister Professor Dr. Jan-Hendrik Olbertz auf eine Professur für kindliche Entwicklung, Bildung und Sozialisation an die Hochschule Magdeburg-Stendal. Schwerpunkte waren hier Schulbegleitung und Schulberatung, die Entwicklung von hochschuldidaktischen E-Learning-Formaten und interaktiven Studienmaterialien, ein lebhafter Austausch von Studierenden und Lehrenden mit den Vereinigten Staaten und Transatlantische Workshops in Kooperation mit der Lenoir-Rhyne University North Carolina, Hickory, der University of South Carolina Upstate, Spartanburg sowie dem Wheelock College Boston.

Während seiner Jahre in Stendal ging Dr. Bröcher als International Presidential Visiting Scholar ans Wheelock College Boston, um dort den Dialog mit den amerikanischen Partnern zu vertiefen und zu forschen, speziell auf den Gebieten der internationalen „Urban Education“ und des „Teaching for Social Justice“.

2012 berief ihn der Präsident der Europa-Universität Flensburg nach Schleswig-Holstein. Im dortigen Institut für Sonderpädagogik fungiert Dr. Bröcher als Direktor der Abteilung „Pädagogik und Didaktik zur Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung“.

Die Module im Bachelorstudiengang „Bildungswissenschaften Profil Sonderpädagogik“ und insbesondere der Teilstudiengang „Pädagogik und Didaktik zur Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung“ im Rahmen des Master-Studiums Lehramt Sonderpädagogik wurden unter seiner Leitung neu entworfen, ausgearbeitet und akkreditiert: unter Berücksichtigung des internationalen Forschungswissens, und vor allem: in breit aufgespannter und offener Perspektive, von empirisch/evidenzbasiert über forschungsbasiert/qualitativ und historisch-hermeneutisch bis gesellschaftskritisch und ideologiekritisch.

Teile dieser Website wurden zuletzt aktualisiert: 10. November 2014

Pädagogik und Didaktik zur Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung Professor Dr. habil. Joachim Bröcher

 

 

 

 

 

 

   English Version

 

 

Europa-Universität Flensburg

Institut für Sonderpädagogik

Abteilung „Pädagogik und Didaktik zur Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung“

Auf dem Campus 1a, D-24943 Flensburg

joachim.broecher@uni-flensburg.de

Tel. 0461-805-2686

 

 

 

Als Leitmotiv...

 

Das Feste, Stabile und Haltgebende, manchmal auch Unbewegliche und Starre (Quader), auf der einen Seite, sowie das Bewegliche und Veränderliche (Kugel), auf der anderen Seite, und das Zusammenspiel von beidem... symbolisiert in dieser Skulptur in Johann Wolfgang von Goethes Garten im Weimarer Ilm-Tal...

 

 

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